Ródi – Pony ohne Grenzen

Leider ist Ródi, dem zu seinem 30. Geburtstag dieser Artikel gewidmet wurde, im Frühjahr 2010, im Alter von fast 35 Jahren, gestorben. Im Gedenken an dieses ganz besondere Pferd haben wir uns entschlossen, den Artikel aus dem Jahr 2005 dennoch hier online stehen zu lassen:

Rodi - Ponyhaus Lerchenhof auf FöhrRódi sonnt sich. Sein langer weißer Schopf geht fast bis zu den Nüstern, die Augen sind halb geschlossen. Um den Islandpferdewallach herum stehen seine Herdenkollegen auf einer Weide des Ponyhauses Lerchenhof auf der Nordseeinsel Föhr. Ródi ist gerade 30 Jahre alt geworden.

Der Rücken hängt ein wenig, das Fell um die Augen des Fuchses ist in den letzten Jahren zusehends grau geworden. 25 Jahre Schulpferdearbeit hat Ródi auf dem Buckel. Kinder wie Erwachsene haben auf ihm reiten gelernt, ihn geliebt – und so mancher hat ihn auch gefürchtet. Denn bei aller Geduld und Gutmütigkeit, die Ródi wie kaum ein anderes Pferd hat, hat sich der Islandpferdewallach in den 30 Jahren seines Lebens eines immer bewahrt: seine Selbstständigkeit.

Selbstständig musste das Fohlen Ródi kurz nach seiner Geburt auf dem Lerchenhof im Mai 1975 schnell werden. Mutter Raudka nämlich musste arbeiten gehen. Ródi blieb „allein zuhaus“ und mutierte zum Lerchen-Hofhund. „Musste Raudka im Unterricht laufen oder auf Ausritte gehen, blieb Ródi eben hier auf dem Hof. Er hat sich dann meistens irgendwo in die Sonne gelegt“, erzählt Elisabeth Schaefer, die gemeinsam mit ihrem Mann Eberhardt das Ponyhaus führt und Ródi sein ganzes Leben lang begleitet hat. Ihn auf einer Weide oder gar in eine Box einzusperren, das zeigte sich früh, hätte ohnehin keinen Sinn gehabt: „Ródi hat schon immer selbst entschieden, auf welcher Weide er steht“. Oben drüber mit seiner ganz speziellen Klettertechnik oder unten drunter durch, Ródi kommt überall raus. Rudi Drahtlos war deshalb bald sein Spitzname.

Sonne und Freiheit sind nicht die einzigen Faibles des Islandwallachs. Baden ist ihm mindestens so lieb. Vorzugsweise gesattelt und getrenst im Watt. Ob der Reiter mitschwimmen darf – oder muss – ist seiner Schnelligkeit überlassen. Für die Mitreiter ein Spektakel, für den Betroffenen ein zweifelhaftes Vergnügen und für Ródi ein wenig Entspannung bei der Arbeit, die er sich auch im Alter von 30 Jahren nicht nehmen lässt.

Rodi und seine Herde - Ponyhaus Lerchenhof auf Föhr

In den Ruhestand sollte der alte Herr schon lange gehen. Immer wieder entschied Elisabeth Schaefer: Ab jetzt soll Ródi einfach sein Leben auf der Weide genießen. „Aber je länger er frei hatte, desto unzufriedener wirkte Ródi, er langweilte sich. Ganz leichte Arbeit macht er deshalb immer noch. Anfängerunterricht mit Kindern oder mal Ponyreiten. Aber höchstens einmal pro Woche.“

„Gibt es Ródi noch?“, ist eine der meistgestellten Fragen Jahr für Jahr auf dem Lerchenhof. Ferienkinder, die inzwischen erwachsen geworden sind und nach Jahren mit der Familie wieder kommen, ehemalige Mitarbeiter oder Reitkinder, die auf dem alten

Wallach im Jahr zuvor ihre ersten Stunden bekommen haben – für sie alle ist der Ponyopa mit guten und lustigen Erinnerungen und untrennbar mit dem Lerchenhof verbunden. „Ja“, antworten die Schaefers dann, „Ródi sonnt sich“.

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28 Kommentare zu Ródi – Pony ohne Grenzen

  1. Karin Westergaard (Triebi) sagt:

    Hallo liebe Lerchenhöfler! Habe den netten Atikel über Rodi gelesen, da werden wieder Jugenderinnerungen wach!!!!! Wir haben auch einen Rodi ,der mittlerweile 28 Jahre und 20 Jahre in unseren Besitz ist! Unsere Kinder und viele andere mehr haben auf ihm die ersten Reitversuche unternommen, oder haben sich von ihm auf der Kutsche ziehen lassen. ER ist noch sehr Fit(Herdenchef)! Wir haben noch 7 Isländer und 1 New Forest. Ganz liebe Grüsse aus Bramstedtlund sendet Karin(Triebi)

  2. Martina sagt:

    Liebe Lerchenhöfler,

    mir geht es genauso, hier werden Jugenderinnerungen wieder wach!! Habe viele schöne Zeiten mit Rodi erleben dürfen, ein toller Isi! Habe Mama Raudka noch kennen gelernt und Rodi als eigenwilligen, aber sehr umgänglichen Isi in Erinnerung.

    Wäre schön, wenn sich jemand aus den 80-gern vielleicht austauschen mag, ihr erreicht mich unter treibsand05@web.de.

    Liebe Grüße aus Köln,
    Martina

  3. Biggi sagt:

    Hallo Ihr Lerchenhofbewohner

    Ich bin auch ein Reiter und Pferdeknutscher der guten alten Zeit!

    Als ich zum Lerchenhof fand, gab es noch Ronja und Soomie!!!

    Aber mein ganzes Herz gehörte Stjarnie!

    So viele Jahre bin ich immer treu in den Osterferien zum Hof, habe morgens die Pferde geholt und sie abends wieder weggebracht, und meine Eltern haben mich die meiste Zeit dort, nie gesehen, eher gerochen, wenn ich nach Hause kam! ;-D

    Danke für die schönen Jahre!

    Liebe Grüsse
    Biggi

  4. Elke witthaus sagt:

    Somi, Sota, Fengor, Jarpur sowie Polopony Johnny, so hießen die Ponies zu meiner Zeit.Sie liebten den Golfplatz…die Hühner auch:sie legten die Eier so gern im Wäldchen ab. Frau Schäfer töpferte, Frau von Gierl liebte ihre Katze. Gibt es noch die weiße Kutsche mit den eisenbeschlagenen Rädern? Das Geräusch auf dem Basaltpflaster am Südstrand ließ Fengor einmal kurz mit der Kutsche durchgehen, wirklich nur kurz glücklicherweise. Heroische Zeiten, damals! Elke Witthaus

  5. Eva sagt:

    Vor 34/35 Jahren habe ich auf dem Lerchenhof zwei wunderbare Urlaube verbracht. Danke für diese wunderbare Kindheitserinnerung!!!

  6. Juliane sagt:

    @ Martina:
    Auch ich kannte Raudka noch
    @ Elke Witthaus:
    Somi, Sota und Fengur kenne ich auch noch… 🙂 Somi und Fengur hatte ich auch ab und zu geritten, Sota war schon eine alte Dame und auf Gnadenbrot. Wobei mein absolutes Lieblingspferd damals in den 70-ger Jahren Haflinger Ali war.
    Den Isländern richtig verfallen bin ich erst Anfang der 90-ger Jahre, als ich mir auf dem Lerchenhof mein Svalchen kaufte – und die Maus ist jetzt auch schon über 20…

  7. Waltraud Soltau sagt:

    Beim Lesen dieser Erinnerungen wird mir ja ganz warm ums Herz. Ich verbrachte meine Ferien 1960 auf dem Lerchenhof.Ich liebte Ulfur, bewunderte Frau Schäfer und dann gab es noch einen „Reitlehrer“, der hatte ein steifes Bein und kam aus Ostpreußen. Liebe Familie Schäfer, von diesem Urlaub habe ich noch Schwarzweißfotos, ich glaub,die schicke ich Ihnen mal zu…

  8. Heike Binder sagt:

    So so mein Liebling war Frakkur (Ende der 70´ger Anfang 80´ger), den ich vor 3 Jahren ein letztes Mal gestreichelt habe, da war er 40 Jahre und ich 46. Diese Mail schicke ich, mit Muskelkater in der Mansarde sitzend – dank Stormson. Welche Mansarde – na die auf dem Lerchenhof. Nach fast 36 Jahren fahre ich so wie einst, in fast regelmäßigen Abständen wieder hier her. In Erinnerung geblieben sind mir Sota, Ferro, Prickel Pit, klar auch Ali und Odin!!! Damals kannte ich keinen Muskelkater,-)))
    Vielen Dank für die schönen Stunden an Familie Schäfer von Heike
    P.s. mein Liebling jetzt: Bjarmi

  9. Cynthia Düll sagt:

    es ist schön, dass diese Artikel noch auf der Homepage zu sehen ist 😉

    Ich vermisse Rodi. Er war ein besonderes Pferd.

    Ich musste schmunzeln, als ich las, dass er das Baden liebt.
    ahjo, mit mir hat er zusammen gebadet im Meer 😀 und ich war da voll unvorbereitet als er mich “ herunter gezogen“ hat.

  10. Ulla - Ullali sagt:

    Der Lerchenhof, damals , heute, egal.
    1993-94 mussten mich 2 wie 4 Beiner ertragen, damals machte ich den Reitbetrieb und so wurde durch alle 2 und 4 Beiner diese Insel zu meiner Heimat. Seit 18 Jahren lebe ich nun schon auf Island mit unzähligen Pferden, aber die Jahre bei euch sind die gewesen die mich am meisten gepregt haben. Den Respekt für die Persöhnlichkeiten der Pferde und alles was kreucht und fleucht habe ich vorher und nachher nie wieder so erleben dürfen. Ich könnte endlose Aufzählungen machen:
    Bor -der ewig verhungernde
    Vinur -der beim satteln schon mal den ein oder anderen Popo erwischte
    Bo- die Kanonenkugel
    Erna -die ständig schlechtgelaunte
    Marie -die liebe
    Frakki, Skotti, Svört, Liebchen, Dixi,Adele……, und die Lerchis – eine besondere -Sorte- des Lerchenhofes ;o)
    Moses die sanfte hahaha und nicht zu vergessen Lumpi die sich durch nichts und niemanden stören lies, ihr gehörte alles!!!
    Danke für alles, vergessen kann man euch und eure Tiere nicht, ich sehe sie alle noch vor mir und , dank der tollen Anna und Gesa kann man heute noch die Nachzucht der guten alten bewundern. Balsam für die Seele……, unvergesslich und wirklich gut gerittene Pferde.
    Freu mich auf das nächste Mal………………., auf euch, Alk und die Damen

    • Biggi sagt:

      Hach , so viele bekannte Pferdenamen, da wird mir ganz warm ums Herz!
      Habe von den meisten sogar noch Fotos.
      Lieben Gruß nach Föhr und Island

  11. Kathrin Schwier sagt:

    Ein schöner Artikel!Ich bin damals selber auf Rodi geritten.Ein ganz tolles Pferd.Ich war in den Jahren 97,98,99 auf dem Hof.Hat mir immer sehr gut gefallen.Damals gab es auch noch Freica,Beryll,Smari,Bo,Lindvari,Skotti,Laski,Ofeigur um nur ein paar Namen zu nennen :-).
    Danke an das Ehepaar Schäfer für die wunderschöne Zeit.

  12. Marana Schuy(Dralle) sagt:

    Hallo, liebe Lerchenhofbewohner und – Besucher,
    als Kind dürfte ich 1962 und 1963 die Sommerferien auf dem Lerchenhof verbringen. An diese Pferde erinnere ich mich noch genau: Tommy, der eigentlich gar kein Isländer war, Japur, Laughur, Suomi, Sota und Ulfur. Auch Odin, der Wolfsspitz, der seine Flöhe bevorzugt auf mich übertrug, ist mir in guter Erinnerung. Otto brachte von nächtlichen Fischfangaktionen superleckere Minischollen mit, die wir mit großem Appetit verspeisten. Ich erinnere mich noch an 2 nette Mädchen, Claire André und ihre französische Cousine, die sich erst hier kennenlernten. Einfach tolle Ferien!

  13. David sagt:

    Durch Zufall stieß ich auf die Seite des Lerchenhof. Für mich eine „feste Größe“ in meiner Erinnerung. Die FeWos kenne ich noch aus der Zeit in der sie als Schlafstätten für viele viele pferdebegeisterte Kinder dienten. Elisabeth und Eberhard sind mir immer in lieber Erinnerung. Der Lerchenhof hat mich viele Jahre meiner Kindheit als „Traumziel“ begleitet. Die Abende im Kaminzimmer mit der (damals schon blinden) Boxerhündin Alexa die immer mit dabei war. Tolle Geschichten erzählen, den Tag Revue passieren lassen, neue Freunde finden, diese Kaminabende waren super ….
    Auf Sota lernte ich reiten, Raudka war dann lange mein Liebling und Rodi habe ich auch von Anfang an „mitbekommen“. Auf dem Westernsattel von „Ali“ habe ich mir (mit Jeans) die ersten wundgescheuerten Beine geholt und Elisabeths Kochkünste (von Miesmuscheln bis „Shepards Pie“) sind mir noch genauso präsent wie die „OB“ (Ordinäre Bretterbude) mit ihrem Ölofen – in der ich zu Uriah Heep „Lady in Black“ meinen ersten „Engtanz“ getanzt habe….. Unvergesslich !!! Und die Schäfers waren ganz tolle „Eltern auf Zeit“.
    Vielen Dank für diese schönen Zeiten !

  14. Eike sagt:

    Hallo, auch ich war als Kind in den 70ern täglich auf dem Lerchenhof. Dort habe ich Reiten gelernt. In Erinnerung geblieben sind mir besonders Elisabeths Basra, mit der ich Ausritte mitmachen durfte, deren Sohn Filou (der von der jetzigen Frau Wodowos seinerzeit Ingwersen langsam und mit viel Liebe ans Einreiten gewöhnt wurde) und Somi. Unser Reitlehrer damals war ein junger Mann, der Name fällt mir leider nicht mehr ein. Es waren wundervolle Zeiten mit vielen netten Leuten damals, die ich nicht missen möchte.

  15. Martina Ludwig sagt:

    Hallo liebe Isifreunde. Zu meiner Lieblingslektüre gehörte „Ponys am Meer“ von Lise Gast Ich hätte schwören können, dass darin der Lerchenhof beschrieben wird, wunderschön und sehnsuchterregend. Kennt jemand Lise Gast überhaupt noch? Ihre Ponybücher liebe ich heute noch. Herzlichst Martina

  16. Marana Schuy sagt:

    Na klar kenn ich Lise Gast, aber meine Lieblingspferdebücher waren „Mein Freund Flicka“, „Sturmwind, Flickas Sohn“ und „Grünes Gras der Weide“. Die hatten zwar nichts mit Isländern zu tun, aber ich habe sie geliebt und ich habe sie sogar noch.
    Die beiden Sommerferien auf dem Lerchenhof gehören zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen Anfang der 60-er Jahre.
    Vielleicht schaffe ich es ja, nochmal dorthin zu fahren, wäre schön….

  17. Günther Brandes sagt:

    Durch Zufall diese Seite entdeckt …
    Ich war Anfang der 70’er ‚Haussohn‘ – d.h. Unterkunft und Logis frei – dafür ‚knüppeln‘ bis der Arzt kam . . .
    Hat mich aber nicht abgehalten, jede Ferien dort zu verbringen ! – Auch schon mal ‚eigenmächtig‘ die Pfingstferien verlängerte, weil Eberhard jemanden brauchte, um Heu einzufahren . .
    Besonders nett waren aber die Ausritte mit einer Bekannten, G.B. aus P-Bach (sie weiß schon, wen ich meine) – wenn ich denn mal Freizeit hatte – einfach Somi und Sota nehmen und ohne Sattel ab ins Watt – eine herrliche Zeit !
    Alexa (die Boxerhündin) und Florian (der Dackel) haben immer bei mir gepennt . . .
    Weniger nett: Hengstie ( der Mini-Shettland-Hengst) keilte sich mal mit einem anderen – ich ging dazwischen und bekam eine Platzwunde am Auge – Gott sei Dank gut verheilt !
    Leider ging ich nach dem Abi zum Bund, so dass der Kontakt abbrach (ich war viel unterwegs), später studierte ich vielerorts – so dass ich einfach nicht mehr nach Föhr kam . . .
    Ich würde gerne mal wieder hinfahren (schon allein wegen Eberhard’s ‚berühmter‘ Sheppards-Pie) – mal sehen. . .
    Damit noch mal Nostalgie hochkommt – die Pferde damals waren:
    Somi (mein absoluter Favorit), Japur (eher etwas behäbig), Sota (eigentlich schon im Ruhestand), Fengor (den mussten Detlef und ich mal täglich ‚einreiben‘, weil er eine Entzündung an der Fessel hatte – ein ‚explosives‘ Pferd ! ! !), Snoopy (ein Norweger), Moritz – ein Shetty-Schimmel, Bosna (eine knochige Stute, auf der ich meine ersten Stunden ‚absolvierte‘ uvm.
    Außerdem habe ich dort viele nette Menschen kennengelernt – die netten Abende im Kaminzimmer ( der Kamin wurde – auch im Sommer – morgens von mir befeuert . . .)
    Eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte.
    LG an den Lerchenhof

    Günther aus Hannover

  18. Annett Tudsen Geb. Groth sagt:

    Mein Gott wo ist die Zeit geblieben… ich bin am Fuß operiert und sitze auf dem Sofa, meine Gedanken nehmen seinen Lauf und landen auf dieser Seite… Ich muss jetzt auch was schreiben..nach all den Jahren.
    Auch meine schönsten Erinnerungen an den Lerchenhof in den Jahren 78/79/80/81nehmen Form an….David bist du es ??
    Ich wollte nie weg und habe mich mit Macht am Laternenpfahl im Hafen festgehalten, Schneekatastrophe, Meterhohe Eisschollen im Watt, eingefrorene Hände und Füße
    die Strichlisten von Negerküssen an der Küchentür, viele Gummireitstiefel vor der Küchentür, die im März immer mega kalt waren und wehe Elisabeth hat jemanden mit Schuhen im Haus erwischt… oh weh. Ponys die ewig gefressen haben aus den schwarzen Eimern und Hände und Füße sind einen schon eingefroren, (man kam in Versuchung die Pferde nach der Freß Geschwindigkeit auszuwählen)
    Ja, Sota die alte Damen mit dem Sofakissen in der Reitbahn… einmal die Woche mit sehr kleinen Kindern…. Ich war ein Riesen Fan vom schwarzen Shetlandpony Felix und meine Freundin Daniela G. mit Moritz… zum Schluss durfte ich Felix nur noch ohne Sattel reiten… und dann war Schluss ich war zu groß , ja Alexa die blinde Boxerhündin und Pretorius,der auf manchen Ausritten noch mit durfte, der Waschbär Jonathan, die Hausmädels Jule, Marianne, Antje und Katha ( welche Vorbilder ), die legendären Abende im Kaminzimmer ( immer etwas ganz besonderes ), Ralph, der junge Mann von der Insel, mit Gitarre der die Abende vor dem Kamin am legendärsten machte….. Reinhard Mey – über den Wolken usw. und wehe man sprang in dem Moment in der Mema 1 zu sehr auf den Fußboden, dann rieselte es im Kaminzimmer, die Lampe wackelte und Eberhard wurde ausnahmsweise richtig böse.. auch mein Lieblingszimmer war das Mansardenzimmer, aber Ziel war der Dachboden…das habe ich aber nie geschafft.Welche besonderen Momente bei Elisabeth und Eberhards im Privatzimmer – die Ausnahme…wie schön.. wie innig…
    Mit den Jungs David, Torge, Kai ( Bruder von Daniela) und.. den Namen hab ich vergessen, war es immer spannend und aufregend.
    Gerald P., der als Haussohn auf dem Lerchenhof wohnte… ich hatte noch so lange Kontakt mit ihm……Claus – Peter ( vor dem ich immer Angst hatte) der ein Untypischer Held war, weil er der einzige war der Tasso von der Weide holen konnte…Tischtennis Runden im Holzhaus…blaue Flecken an den Oberschenkel,aber egal. Der Geruch in Lerches( oh -sie mochte es gar nicht ) Büro…Vanille-mmhhh, Shepards Pie und Armer Ritter, Rosenkohl putzen in der kleinen Küche und bei Regen schnell ins Holzhaus huschen..dort durfte wir die Hausschuhe anlassen..
    Im Renault vom Bauern abends die frische Milch holen – mit Eberhard stundenlang auf dem Trecker sitzen….- mit Butterkeksen die Schafe in der Marsch füttern….
    Titus, Tasso, Fenguar, Somi, Felix, Gesiyr, Rodi, Raudka,Ali Odin, Marie… ach es waren noch so viel, ach ja, Afra mit dem Buttertrab… Der Lerchenhof hat mich von den Großpferden auf die charmanten Isis gebracht…Und mein Highlight am 15.März 1981: vielleicht auch Eberhard´s: mein Wattausritt auf Gesiyr – jung, kaum eingeritten, unerfahren, voller Power, knackig im März… dieser Ausritt endetet für mich und Gesier im Priel, welche Sensation, welche Demut… alle drehten sich um, aber von mir war nur noch der Helm und die Ohren vom Pony zu sehen…… Unvergesslich, sehr nass,kalt aber vor allen Dingen gut gegangen.!!
    Ferro, meine große Liebe, ein extrem problematisches Pony aber die Liebe war zu groß. nach langen Verhandlungen durfte ich ihn für immer mit nach Hamburg nehmen… Danke Eberhard! Ferro ist auch 32 Jahre geworden. Für viele Jahre war ich innerlich verbunden mit dem Lerchenhof, ihr habt mir in den Ferien ein zuhause gegeben und ihr seid ein Teil meiner tollen Jugend/ Erinnerung
    Ich wünsche allen alles Gute und sage aus Hamburg DANKE Eure Annett

  19. Arnold sagt:

    Ach ja, der Lerchenhof! Von ´76 bis ´79 war ich öfter da, in allen Schulferien praktisch, aber noch viel zu wenig!!

    An den eiskalten Winter, den Anett erwähnt, erinnere ich mich auch, bis heue spüre ich die Frostbeule in meinem rechten großen Zeh, Pferde füttern auf der Weide in Gummstiefeln bei 20 Grad minus . . .

    Die Ponys, die Pferde, und die Mädels natürlich! Was David schreibt, hat mich sehr an meine Erfahrungen erinnert (dabei war David um einiges jünger nach meiner Erinnerung . . . ) Besonders der erste Engtanz! (nach Manfred Manns „Father of Night“, endlos, und doch viel zu kurz!). NIE vergessen wird Sie sein, der Rücken, die Hüfte, der Duft, die langen Haare . . . . . .

    Isländer durfte ich ja kaum reiten, denn mit 1,91 und damals (nur!!) 75 Kilo war ich viel zu schwer!!! Aber Ali ging und Shiro der Norweger. Und:

    Tanja, die piaffierende Lippizzanerstute

    An Sota, Somi, Raudka und Fohlen Rodi (und Fengur!) und die Scheckstute Afra kann ich mich natürlich auch noch gut erinnern, und den Schimmel Moritz, das Zirkuspony.

    Und an Renny!

    Fotos habe ich noch von Tasso und Afra (von Kirsten P. fotografiert) und von Moritz.

    Beschwerden der Hausschwestern gab´s: „Der A. muß nie die Klos putzen“ (Hätte mir nichts ausgemacht, nebenbei bemerkt) Elisabeth darauf hin: „Der gibt Reitunterricht!“. Tasso, der hengstige Falb-Wallach, mit dünnen, geflochtenen Lederzügeln!! Der Trecker auf dem Hügel . . . (damit er ansprang, man mußte schnell sein!) mit Peter Pickards VW Variant ohne Führerschein über die Insel heizen (Peters Schulfreund war der Sohn des einzigen Dorfsheriffs). Im EP den gläsernen Bierstiefel klauen (Eberhard hat mich erwischt, Riesentheater, aber den Stiefel hab ich immer noch und das EP bis heute was bei mir gut . . . )

    Hm, vielleicht bin ich deshalb Jurist geworden, da gab´s was aufzuarbeiten . . .

    Aber wie im positiven Sinne harmlos war das alles . . .

    Der Lerchenhof war immer präsent. Leider habe ich mich lange nicht hingetraut, zu sehr verbunden mit der Jugend alles. Nahe war ich ihm oft. Auf Amrum.

    A.

  20. nina sagt:

    Oohh rodi 1991 war ich glaub da als gastkind, meins hiess minka, was ich liebte, aber an ein wilden roten rodi konnt ich mich erinnern, tolle zeit da gewesen an elisabth alles liebe. Gruss auss berlin nina elisabeth. 🙂

  21. Marana Schuy sagt:

    Ich finde es so berührend wie vielen Menschen der Lerchenhof und seine 2- und vierbeinigen Bewohner im Laufe so vieler Jahre Freude und wunderbare Erinnerungen geschenkt haben, das ist wirklich außergewöhnlich! Ganz liebe Grüße an Euch alle!

  22. Jane sagt:

    David… Annett… Arnold… da werden bei mir auch viele Erinnerungen wach 🙂

    Als erstes natürlich die Pferde Sota, Somi Fengor und Laukur, das waren damals die ältesten Isländer, glaube ich. Dann Whisky, der kleine Teufel, unzählige Male hat er mich abgesetzt – was war ich glücklich, als ich endlich groß genug war für Somi oder Fengor. Später dann Ali, der unglaublich sture Haflinger (von der Weide holen? Kein Problem, ihn aufzuhalftern, nur… er blieb dann einfach stehen.. zum verzweifeln) aber ich bin ihn immer gerne geritten. Dann Rex, ein großer Rappe (naja, mir erschien er groß) ich hab ihn geliebt! Dann Tanja, Renny (ihr Sohn?) Sikka, Baba, Tina, Shiro (klaus-Peters Pferd?), Tina und und und… Berta, die unreitbare (ich hab es versucht, auf dem Golfplatz – sie war wirklich nicht reitbar, im hohen Bogen hat sie mich sofort abgesetzt, kaum das ich ihren Rücken erklommen hatte – ich hatt es es mit 11 oder 12 einfach nicht glauben wollen – der arme Eberhard ist fast tot umgefallen als er es hörte :-))
    Die Haustöchter und Söhne.. Marianne ist mir bestens in Erinnerung, sie konnte Guinness hochheben. Jule, Antje, Huberli, Claudia, Katha, meine große Schwester. Arnold, Claus (mit Valeska?), Uwe (Kinski?), Arnold (hatte auch ein eigenes Pferd mit, oder?), Axel mit Fantus (der „fiese“ Reitlehrer), den ich viele Jahre später geheiratet habe – wir hatten grade Silberhochzeit. Elisabeth war Trauzeugin…

    Das Leben auf dem Hof…. zum Essen lief einer mit der Glocke über den Hof und aus allen Löchern kamen Kinder zum Essen. In der Sommerresidenz wurde in zwei Schichten gegessen und es gab buntes Plastikgeschirr und roten Tee. Unzählige, einmalige Gerichte wie Schlamuffe, Ungunst, Nichts… immer lecker!
    Später kam dann das Holzhaus. Immer schön warm. Und die Feten… Auch ich erinnere mich an Engtanz zu Lady in Black. Und meinen allerersten Kuss – irgendwo in Elisabeths Wäschkammer (ähem… )
    Manchmal gab es Fernsehabende in der Kommandobrücke. An Nosferatu kann ich mich erinnern…
    Oh gott, ich kann gar nicht wieder aufhören… es waren ganz tolle Zeiten, unzählige Ferienwochen die ich auf dem Hof verbracht habe, ganz vielen Dank an Elisabeth und Eberhard für die tollen Zeiten!
    Gibt s die dicken Negerküsse von den Strichlisten in der Küche eigentlich noch? Auch wenn sie heute nicht mehr so heissen…
    Jane

  23. Martina Müller sagt:

    Sommer 2017… und ich möchte Euch mal kurz winken. Diesen Sommer ist es genau 40 Jahre her, dass ich das erste Mal bei Euch war, 12 war ich damals. Und wollte nach diesem ersten Sommer nie mehr weg.

    Es hat nicht viele „Seelenpferde“ in meinem Leben gegeben – Fengor war das erste davon.

    Liebe Grüße an Euch – Martina aus Ffm.

  24. Stephany Brodowski sagt:

    Ich habe in den 90ern so gut wie alle meine Ferien bei euch verbracht und dürft so viele tolle Pferde reiten.
    Gestartet mit Moritz beim Ponyreiten…
    Dann habe ich Liebchen lieben gelernt.
    Maja, Bandit, Svört, Henrietta und Ofeig…ich könnte noch so viele weitere nennen…
    Nachdem ich mein Herz an diese Ponys verloren habe, habe ich mir letztes Jahr meinen größten Wunsch erfüllt und habe nun einen Isländer in der Familie.
    Ich habe meiner Tochter, die selbst total Isländer süchtig ist, versprochen das wir gemeinsam bei euch Urlaub machen…und muss nun schmerzlich lesen das ihr die Reitschule schließt.
    Ich bin ein wenig traurig meiner Tochter nicht das alles zeigen zu können…
    Ich habe jeden Moment bei euch genossen!
    Liebe Grüße Stephany Brodowski

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